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Erdwärme-Zeitung.de | 18. November 2017

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Tiefe Geothermie: Von Null auf 32 Megawatt Strom in sieben Jahren

Tiefe Geothermie: Von Null auf 32 Megawatt Strom in sieben Jahren
Tiefe Geothermie / Stromerzeugung – Von 0 auf 32 Megawatt in nur sieben Jahren

„Innerhalb von nur sieben Jahren hat es die Branche geschafft, von 0 auf 32 Megawatt Stromerzeugung aufzustocken – und das CO2-frei und bedarfsgerecht rund um die Uhr. Für eine Technologie, die noch vor 15 Jahren in Westdeutschland völlig unbekannt war, ist das eine bemerkenswerte Leistung.“

Mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien treibt Deutschland seine technologische Weiterentwicklung voran. Geothermie ist eine junge Technologie, die schneller wächst, als andere erneuerbare Energien in ihren Anfängen.

„Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) hat die Aufgabe, junge Energietechnologien zur Marktreife zu führen. Dies hat bei Solar- und Windkraft zur deutschen Marktführerschaft geführt. Strom aus Geothermie ist auf dem besten Weg, die gleiche Erfolgsgeschichte zu schreiben“, sagt Dr. Erwin Knapek, Vorsitzender des Wirtschaftsforum Geothermie e.V. (WFG). Knapek schildert die Fakten: „Innerhalb von nur sieben Jahren hat es die Branche geschafft, von Null auf 32 Megawatt Stromerzeugung aufzustocken – und das CO2-frei und bedarfsgerecht rund um die Uhr. Für eine Technologie, die noch vor 15 Jahren in Westdeutschland völlig unbekannt war, ist das eine bemerkenswerte Leistung.“

Strom aus Geothermie

Zum Vergrößern auf Grafik Klicken – Entwicklung Strom aus Geothermie: 2007 ging das erste Tiefengeothermie-Kraftwerk in Landau ans Stromnetz. 2009 folgten Unterhaching und Bruchsal, drei Jahre später Insheim. 2013 starteten Kirchstockach und Dürrnhaar und Ende Januar 2014 Sauerlach. Quelle: Wirtschaftsforum Geothermie e.V.

Die Tiefengeothermie ist eine erneuerbare Energie auf Wachstumskurs. 2007 ging mit dem Heizkraftwerk in Landau die erste geothermische Anlage zur Stromerzeugung ans Netz. Ende Januar 2014 nahmen die Stadtwerke München in Sauerlach das bereits siebente geothermische Kraftwerk Deutschlands offiziell in Betrieb. Etliche weitere sind bereits im Bau, vor allem im Raum Bayern, am Oberrhein und im Norddeutschen Becken. Bis 2010 wurden 8,5 Megawatt elektrische Leistung aufgebaut. Diese korrespondieren klar mit den vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zeitgleich anvisierten zehn Megawatt. Heute stellen geothermische Anlagen bereits 32 Megawatt Strom zur Verfügung. Ein durchschnittliches Geothermie-Kraftwerk läuft im Jahr 8.400 Stunden. In dieser Zeit stellt es bis zu 40 Gigawattstunden Strom zur Verfügung.

Für den WFG-Vorsitzenden Erwin Knapek ist klar: „Ohne die Sicherheit und das Vertrauen, welches das EEG schafft, wäre dieser Fortschritt kaum möglich gewesen. Das EEG ist das passgenaue Instrument, um die wirtschaftlichen und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Dieses Modell ist so erfolgreich, dass auch das Ausland ähnliche Fördermechanismen entwickelt hat.“ Knapek verweist auf den internationalen Erfolg der Tiefengeothermie. „Das Know-How und die Kompetenz der deutschen Tiefengeothermie- Unternehmen sind inzwischen weltweit gefragt. Hier ist in kürzester Zeit eine ganze Branche mit mehreren tausend hochqualifizierten Arbeitsplätzen entstanden. Die Tatsache, dass die deutschen Unternehmen in der tiefen Erdwärme-Branche international tätig sind, zeigt, dass jeder Euro aus dem EEG nachhaltig investiert ist. Das EEG steigert die Exportfähigkeit Deutschlands bei hochinnovativen Technologien aus dem Energie-Bereich. Das EEG ist daher wirtschaftspolitisch überaus sinnvoll“, äußert sich der WFG-Vorsitzende und Vizepräsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE).

Knapek betont, dass Geothermie als eine der wenigen Quellen erneuerbarer Energie der Bundesrepublik kontinuierlich und flexibel Strom, Wärme und Kälte zur Verfügung stellt. Sie besitzt damit ein hohes Potenzial, die Netzstabilität Deutschlands zu gewährleisten. „Es ist mir ein Rätsel, warum man nun gerade bei der jüngsten Erneuerbaren Energie, die erst seit sieben Jahren im Netz ist, ein Exempel statuieren muss. Auch den Umwandlungstechniken der Tiefengeothermie steht es zu, ihre Lernkurve zu durchlaufen, wie vorher bei allen konventionellen, nuklearen und erneuerbaren Energien auch. Dass jetzt eine Erneuerbare Energie, die man in Zukunft dringend brauchen wird, aufgegeben werden soll, ist mir unverständlich“, unterstreicht Knapek. (Quelle Text/Grafik Wirtschaftsforum Geothermie e.V. 2014)

 

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