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Erdwärme-Zeitung.de | 18. November 2017

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10.900 Häuser in Sachsen mit Erdwärme beheizt – Neue Geothermiekarten

10.900 Häuser in Sachsen mit Erdwärme beheizt – Neue Geothermiekarten

Umweltminister stellt neue Geothermiekarten für Sachsen vor

Umweltminister Frank Kupfer hat heute (16. Mai 2014) bei einem Besuch an der größten Erdwärmeanlage Sachsens in Glashütte (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) acht weitere Kartenblätter für den Geothermie-Atlas freigeschaltet. Mit den neuen Blättern können ab sofort auch Bauherren in den Regionen Nordsachsens sowie Stollberg und Zschopau das kostenlose Planungsinstrument im Internet nutzen. Die interaktiven Karten bieten Bürgern, Planern sowie Bohr- und Heizungsbaufirmen Unterstützung bei der Ermittlung der für eine Erdwärmeheizung erforderlichen Bohrtiefe.

Geothermie lässt sich für die Gewinnung von Wärme, aber auch zur Kühlung nutzen. Sie dient damit vor allem zur Klimatisierung von Wohn- und Industriegebäuden. „Derzeit werden rund 10 900 Häuser in Sachsen mit Erdwärme beheizt“, so der Umweltminister. „Ich sehe hier ein großes Potenzial, da Erdwärme als erneuerbare Energie in großem Umfang rund um die Uhr vorhanden ist, unabhängig von Jahreszeit, Sonneneinstrahlung oder Windverhältnissen. Das macht ihre Nutzung so vorteilhaft“.

Grafik Erdwärmeanlagen in Sachsen von Erdwärme-Zeitung.de

Grafik Erdwärmeanlagen in Sachsen von Erdwärme-Zeitung.de

Stellvertretend für die Erdwärmenutzung in Sachsen wurden die neuen Geothermiekarten an der größten Erdwärmeanlage im Freistaat vorgestellt. Die Traditionsuhrenmarke A. Lange & Söhne hat in Glashütte 55 Erdwärmesonden mit einer Tiefe von 125 Metern für ein neues Manufakturgebäude bohren lassen, in dem Präzisionsuhren produziert werden sollen. „Als Besonderheit ist hier festzustellen, dass die Erdwärme im Winter zu Heizzwecken und im Sommer zur Kühlung eingesetzt wird“ so der Minister.

„Mit den Geothermiekarten erbringen wir Vorleistungen für die Planung von Erdwärmeanlagen im Einfamilienhausbereich. Die Karten erlauben für den jeweiligen Standort eine einfache und schnelle Abschätzung, mit welchem Aufwand zum Beispiel ein Einfamilienhaus beheizt werden kann. Die Entscheidung, ob sich Erdwärme lohnt, wird damit erleichtert“, so der Minister. Das Geothermische Kartenwerk im Maßstab 1:50 000 wird vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) erstellt. Mit der heutigen Freischaltung stehen nun für etwa ein Drittel der Landesfläche Geothermiekarten zur Verfügung.

Gemeinsam mit der Informationsbroschüre für Erdwärmesonden des LfULG dient der Geothermieatlas auch der Qualitätssicherung dieser Technologie. Eine sorgfältige Planung und konkrete Wirtschaftlichkeitsberechnung von Einzelvorhaben wird damit nicht ersetzt, aber unterstützt.

Mehr Informationen zum Geothermieatlas Sachsen und zum Thema Erdwärme finden Sie im Internet unter: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/geologie/18992.htm

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