Wärmepumpen in Schweden
Wärmepumpen in Schweden mit 90% Marktanteil
Welche Umstände verhalfen der Wärmepumpe in Schweden zu über 90% Marktanteil?
In Schweden haben Wärmepumpen einen Marktanteil von 90%. Seit 2000 ist hier ein gigantischer Boom aufgrund erhöhter Bautätigkeit und Weiterentwicklung der Wärmepumpen sowie durch hohe Öl und Gaspreise , hohe Steuern und Energiesparmaßnahmen zu verzeichnen.
Eine Erdwärmesondenbohrung in Schweden kostet ca. 3500 Euro für 100m inklusive Anschluss ans Haus. Auflagen von Behörden sind im Vergleich zu Deutschland weniger umfangreich. In Schweden entfällt nach Aussage von Herrn Reik zum Beispiel die Ringraumverpressung. Der fehlende Bohrlochkontakt der Sonde wird hier mit Grundwasser ausgeglichen. Somit werden auch hier Soletemperaturen um die 0 – 5 Grad erreicht.
Als Wärmequelle werden in Schweden ca. 90% Erdwärmesonden und ca. 10 % Erdkollektoren eingesetzt. Die Anlagen werden Monoenergetisch mit einer Abdeckung von ca. 85% durch die Wärmepumpe und ca. 15 % durch den Heizstab bei Erdsonden betrieben. Die Armortstationszeit beträgt ca. 6 Jahre bei einem Investvolumen bei ca. 7 kw Leistung von ca. 13.000 Euro. Davon entfallen ein drittel auf die Bohrung. In Schweden werden weiterhin günstige Strompreise durch die Energieversorger angeboten.
Die Erfahrungen in Schweden zeigen deutlich das Potenzial der Wärmepumpe auch in Deutschland.
Ein ähnlicher Erfolg der Wärmepumpe ist nach Meinung der Redaktion auch in Deutschland möglich, dazu ist es notwendig, die jetzt schon einsetzende Kostenexplosion, welche durch viele Faktoren bestimmt wird im Zaum zu halten.
Vortrag von Herr Jochen Reik, GF Regenerative Energie BBT Thermotechnik GmbH Wernau auf dem 1. Sächsischer Geothermietag Spezial
Silvio Klenner Erdwärme-Zeitung.de
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