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Wärmepumpen - Wärme aus der Erde oder der Luft?

Wie Betriebssicher sind Luft/Wasser Wärmepumpen?

Wird sich der Aufwärtstrend der Luft/Wasser-Wärmepumpen auch nach diesen strengen Wintertagen weiter fortsetzen? Die Einsatzgrenzen von Luft/Wasser Wärmepumpen sind zu beachten! Kann eine Luft/Wasserwärmepumpe bei minus 20 Grad noch genügend Heizenergie bereitstellen?

2011 legte der Wärmepumpen-Absatz um 11.8 % auf 57.000 verkaufte Wärmepumpen zu. Quelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V.

Eine Betrachtung von Hans-Jürgen Seifert Erdwärme-Zeitung.de - Wie aus den vorliegenden Zahlen vom Bundesverband Wärmepumpe hervorgeht, hat sich die Anzahl der im Jahr 2011 installierten Wärmepumpen gegenüber dem Vorjahr um 11,8 % erhöht. Dabei sind die Luft/Wasser-Wärmepumpen mit 57,2% am stärksten vertreten. Dies liegt in erster Linie an der stark steigenden Zahl von Luft/Wasser-WP in Split- Ausführung (12000 Stück). Interessant ist die Frage, ob sich dieser Trend auch weiter fortsetzen wird, nach dem wir in den ersten vierzehn Tagen im Februar 2012 in vielen Gegenden eine ungewöhnlich lange strenge Frostperiode zu verzeichnen hatten.

Gegenwärtig gibt es sicher noch keine umfassende Bewertung, da es keine bundesweit verlässlichen Zahlen zu Störungen und Kundendiensteinsätzen gibt und die Hersteller diese Zahlen aus gutem Grund auch nicht veröffentlichen werden. Aus einer Telefonumfrage mit verschiedenen Installateuren und meiner Gutachtertätigkeit lässt sich jedoch ganz deutlich erkennen, dass die Luft/Wasser-Wärmepumpen deutlich an ihre Grenzen gekommen sind, während es bei erdgekoppelten Wärmepumpen kaum nennenswerte Probleme gab. Luft- Maschinen haben bekanntlich Einsatzgrenzen, welche je nach Typ bei -15, -20, oder -25°C Außentemperatur liegen und in verschiedenen Orten sogar unterschritten wurden. Gefrorene Kondensatabläufe, mit Eis beschlagene laute rotierende Lüfterflügel, nicht abgetaute Verdampfer und viel zu geringe Heizleistungen sorgten u.a. für manchen Frust auf diese Technik, wobei man fairer Weise ergänzen muss, dass auch Installationsmängel darunter waren. Eine Aussage zur Effizienz der Luft-Maschinen in diesen Tagen muss wohl nicht näher kommentiert werden. Zum Glück kommen derartige Wetterkapriolen hoffentlich nicht öfter vor.

Wer also eine von der Außentemperatur unabhängige Wärmequelle, 25-35% geringere Betriebskosten, keine Geräuschbelästigung der Nachbarn, eine hohe Betriebssicherheit und den Vorteil der sparsamen passiven Kühlung über Erdsonden zu schätzen weiß, der sollte doch etwas tiefer in die Tasche greifen und sich eine Erdwärmeheizung gönnen.

Erdsonden sind bei richtiger Planung und Ausführung ein Leben lang nutzbar und die Sole/Wasser-Wärmepumpe kostet nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer auch wesentlich weniger als eine Luft/Wasser-Wärmepumpe in Kompaktausführung. Diese Technik ist
absolut zuverlässig, ein ganzes Stück umweltfreundlicher und rechnet sich nach langer Sicht.

Lößnitz , den 16.02.2012 Dipl.- Ing. (FH) Hans-Jürgen Seifert (Redaktion Erdwärme-Zeitung.de)
Weitere Informationen www.ing-buero-waermepumpensysteme.de
www.waermepumpengutachter.de

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