Söder: Chancen für Geothermie in Nürnberg
Bayern will Erdwärmenutzung ausbauen
Umweltminister Söder: Chancen der Geothermie in Nürnberg nutzen
18.10.2010 Bayern will die Nutzung der Erdwärme weiter ausbauen. Deshalb wird im Großraum Nürnberg im Rahmen des Projektes "Informationsoffensive oberflächennahe Geothermie" die Grundwasseroberfläche gemessen. Dies betonte Dr. Markus Söder, Umweltminister, heute vor Beginn der Aktion. "Die genaue Kenntnis der Grundwasserverhältnisse ist wichtig, um zum Beispiel Erdwärme über Grundwasserwärmepumpen zu nutzen.
Grundwasser-Erdwärmeanlage mit Saug- und Schluckbrunnen
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Die Voraussetzungen dafür sind im Nürnberger Raum gut", so Söder. Das Bayerische Landesamt für Umwelt führt am 19. und 20. Oktober eine Stichtagsmessung durch: Nahezu zeitgleich wird an rund 1300 Grundwassermessstellen, Brunnen und Gewässermesspunkten im Ballungsraum Erlangen - Nürnberg - Fürth - Schwabach - Roth, in den umliegenden Gebieten entlang der Haupttäler Pegnitz - Rednitz - Regnitz und in der angrenzenden Keuperlandschaft der Grundwasserstand gemessen. Oberflächennahe Geothermie kann vielerorts in Deutschland genutzt werden. Statt mit Öl und Gas heizt und kühlt man die Wohn- und Bürogebäude mit klimafreundlicher Erdwärme. "Erdwärme zu nutzen ist die Energie der Zukunft und praktizierter Klimaschutz", so Söder. Das Messprogramm ist ein Teil der EU-geförderten "Informationsoffensive Oberflächennahe Geothermie". Dieses bayernweite Projekt läuft am Landesamt für Umwelt und soll 2015 abgeschlossen sein. Es hat ein Gesamtvolumen von rund 32 Millionen Euro, bis zu 11,1 Millionen Euro davon sind EU-Mittel.
Je nach den geologischen Verhältnissen fließt Grundwasser in unterschiedlicher Geschwindigkeit und Richtung. Darüber hinaus unterliegt die Grundwasserbewegung zeitlichen Schwankungen. Eine einzelne Messung zur Beschreibung der Grundwasseroberfläche reicht daher nicht aus. Bei der Stichtagsmessung wird deshalb in einer Region gleichzeitig an vielen Stellen der Grundwasserstand gemessen: Erst diese konzertierte Aktion liefert ein naturgetreues Relief der Grundwasseroberfläche und der genauen Fließrichtungen. Die zweitägige Messkampagne ist in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Stadt Nürnberg geplant und wird vom Wasserwirtschaftsamt Nürnberg, von 35 Wasserversorgern, der Stadt Erlangen sowie kleineren Städte und Gemeinden der Region unterstützt.
Die nächste Stichtagsmessung wird in der kommenden Woche im Inntal durchgeführt. Weitere Informationen unter www.geothermie.bayern.de
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