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Geothermie/ Erdwärme - geoEnergie-Tag 2010

Geothermie/ Erdwärme - geoEnergie-Tag 2010

Bild geoEnergie-Tag 2010, Links: Rüdiger Grimm, Mitte: Nicola Moczek, Rechts: Nadine May

geoEnergie-Tag 2010 – Wissen kompakt!

Erdwärme-Zeitung.de 04.06.2010. Der geoEnergie-Tag 2010, ein Tag voller Wissen, News und Anregungen. Die Firma geoEnergie Konzept GmbH aus Freiberg, vertreten durch den Gründer und Geschäftsführer Rüdiger Grimm, leistet mit dieser Veranstaltung einen großen Beitrag zur Qualitätssicherung bei geothermischen Anlagen. Ca. 100 Teilnehmer verfolgten die interessanten Fachvorträge.

Karina Hofmann, Referentin im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, unterstreicht in ihrem Vortrag die Wichtigkeit der Qualitätssicherung bei oberflächennahen geothermischen Systemen. So sind zum Ende des ersten Quartals 2010 ca. 7626 Erdwärmeanlagen mit einer Heizleistung von 90 MW und einer Kühlleistung von 4,0 MW in Sachsen registriert. Im Vergleich der Landkreise führt der LK Leipzig, gefolgt vom LK Nordsachsen sowie LK Meisen. Aus Sicht der Behörde steht bei der Prüfung der Genehmigungsfähigkeit von Erdwärmeanlagen der Grundwasserschutz im Vordergrund.

Ein wichtiges Thema ist die Auslegung von Erdwärmeanlagen hinsichtlich der Betriebstemperaturen der Wärmequelle. Diese sollte Temperaturen von 0 Grad nicht unterschreiten, da die Wirksamkeit von Verpressmaterialien hinsichtlich ihrer Frost-Tau-Beständigkeit unter Bohrlochbedingungen nach Meinung der Behörde nicht ausreichend belegt ist. Eindringen von Grundwasser in die Verpresssuspension kann diese durch Frostsprengung zerstören. Die Wirksamkeit der Abdichtung verschiedener Grundwasserleiter ist dann nicht mehr gewährleistet. Auch nach Meinung von Erdwärme-Zeitung.de muss der Schutz des Grundwassers an erster Stelle stehen.

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Tipp:

Energie aus Erdwärme

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Foto: Hans-Jürgen Seifert und Rüdiger Grimm

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Nadine May (EESA-Verbundinitiative) stellt in ihrem Vortrag heraus, dass die Geothermie hinsichtlich ihrer Versorgungssicherheit und Potenziale im Wärmemarkt noch zu wenig als bedeutende heimische Energieressource erkannt wird. Zukünftig soll im Rahmen eines Tiefengeothermieprojekts Strom und Wärme aus Erdwärme in Sachsen erzeugt werden. Gerade in Zeiten stagnierender Wirtschaftsentwicklung und knapper werdenden öffentlichen Fördermittel für erneuerbare Energien kommt es darauf an, die Stärken und eventuelle Schwächen einer Zukunftsbranche wie der Geothermie zu kennen.

Wie die zeitliche und/oder örtliche Differenz zwischen Wärmebedarf und Angebot kompensiert werden kann, betrachtete Dr. Frank Gehre in seinem Vortrag „ Thermische Energiespeicherung“.

Modellrechnungen zum geothermischen Wärmefluss im Untergrund, insbesondere mit Blick auf die mögliche gegenseitige Beeinflussung vieler einzelner Erdwärmeanlagen aber auch von großen Erdwärmesondenfeldern präsentierte Markus Hochstein von der Firma geoEnergie Konzept GmbH. Die Berechnungen zeigen, dass dem Bundesberggesetz, mit den heute gängigen Abstandsregelungen bei Anlagen bis 30 KW (ca. 5m) zu Nachbargrundstücken, Rechnung getragen wird.

Hans-Jürgen Seifert Dipl.-Ing. (FH) für Luft- und Kältetechnik und Sachverständiger für Energieeffizienz von Gebäuden (EIPOS) unterstreicht in seinem Vortrag die Komplexität von Erdwärmesondensystemen mit Wärmepumpen. Diese wird nach seiner Meinung vielfach unterschätzt und führt auch vermehrt zu ineffizienten Wärmepumpensystemen. Viele Fachgebiete wie Geologie, Kälte-, Heizungs- und Regelungstechnik spielen eine wichtige Rolle bei der Planung und Installation von Wärmepumpenanlagen. So fällt ihm immer wieder auf, dass z.B. Heizungsfirmen selten bei Fachtagungen in der Teilnehmerliste zu finden sind.

Die wenigen Schadensfälle aus dem Jahr 2009, betrachtete Nicola Moczek (Diplom Psychologin und Geschäftsführerin vom Bundesverband Geothermie) unter der Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Die Berichterstattung über die Vorfälle in Kamen, Schorndorf, Wiesbaden und vor allem Staufen haben die öffentliche Wahrnehmung geprägt. Für die Öffentlichkeitsarbeit wurden konkrete Empfehlungen abgeleitet. Vergessen sollte man nicht, dass es sich bei diesen Schadensfällen um Ausnahmen handelt, gerade mit dem Hintergrund, dass ca. 30.000 Erdwärmeanlagen bundesweit im Jahr errichtet werden.

Auch international findet die Geothermie mehr Bedeutung. Dies zeigt der Bericht von Rüdiger Grimm, Geschäftsführer der geoEnergie Konzept GmbH, vom World Geothermal Congress auf Bali. 2.168 Besucher diskutierten vom 25. bis 30. April eine Vielzahl von Themen.

Mit dem perfekt organisierten geoEnergie-Tag unterstreicht Rüdiger Grimm, die Leistungsfähigkeit seines Unternehmens. Eine Vorstellung von aktuellen anspruchsvollen Projekten wie zum Beispiel das Geschäftsviertel „Neue Mitte“ in Hamburg oder die Besonderheiten bei den Planungs- und Ausführungsarbeiten beim Deutschen Patent- und Markenamt in München, werden die nächsten geoEnergie-Tage mit interessanten Themen füllen.

Silvio Klenner Erdwärme-Zeitung.de

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Tipp:

Energie aus Erdwärme

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Praxisbeispiel: Ein zufriedener Anwender zieht Bilanz und berichtet von seinen Erfahrungen bei der Heizungsumstellung von Gas auf eine Erdwärmeheizung.

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Testbohrung: Tausend Meter unter Thüringen Haushaltssperre für Marktanreizprogramm aufgehoben