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Geothermie / Erdwärme trotzt der Wirtschaftskrise

Geothermie / Erdwärme trotzt der Wirtschaftskrise

Der GeothermieKongress 2009 in Bochum startet optimistisch.
 
Zum zweiten Mal tagt der GeothermieKongress in Bochum, Nordrhein-Westfalens erklärter "Geothermie-Hauptstadt." Vom 17.-19.11.09 treffen sich rund 600 Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft, staatlichen Institutionen im RuhrCongress.
 
"Die Dynamik ist der Geothermie trotz Wirtschaftskrise nicht abhanden gekommen", sagt Hartmut Gaßner, der Präsident des Bundesverbandes, "und das nicht nur hierzulande. Weltweit wächst die Nachfrage nach dieser zuverlässigen, die heimische Versorgung sichernden und klimatauglichen Energiequelle." Gaßner geht davon aus, dass etwa im oberflächennahen Bereich in 2009 dem Vorjahr vergleichbare Absatzzahlen erreicht werden.  "Absatzrückgänge in der Form wie sie in den vergangenen Monaten von anderen Erneuerbaren Energieträgern zu hören waren, haben wir mit unseren Angeboten nicht zu verzeichnen. Und das, obwohl die Bautätigkeit insgesamt zurückgegangen ist." Aber gerade wegen der Vorteile der Systeme, nämlich langfristige Preisstabilität und Wirtschaftlichkeit, drängten immer mehr Interessenten auf den Einsatz von Erdwärmeanlagen für ihre Gebäude. "Dabei sind die positiven Effekte, die von den erneut gestiegenen Rohölpreisen ausgehen werden, noch gar nicht berücksichtigt." Wer bauen möchte, fände in der Erdwärme immer eine treue und wirtschaftende Partnerin, von den ökologischen Reizen einmal ganz abgesehen.
 
Von dieser Entwicklung profitieren würden, neben den unmittelbar mit der Planung und Errichtung der Anlagen  befassten Unternehmen, vor allem der Maschinenbau mit seinen Herstellern von Bohrgeräten und die Produzenten von Wärmetauschrohren für Erdwärmekollektoren und Erdwärmesonden. Auch der weltweite Boom tiefer geothermischer Anlagen biete dem deutschen Maschinenbau neue Absatzchancen, aber auch der hiesigen Branche insgesamt. "In den vergangenen Jahren sind enorme Anstrengungen unternommen worden, die Tiefe Geothermie auf dem zukunftsträchtigen Markt der Niedertemperaturkraftwerke voranzubringen." Noch vor zehn Jahren hätten selbst viele Fachleute nur wenig Chancen für geothermische Kraftwerke unter den geologischen Bedingungen Deutschlands gesehen.  Mittlerweile gebe es vier Anlagen im Betrieb (Neustadt-Glewe, Unterhaching, Landau,  Simbach am Inn),  eine weitere (Bruchsal) stünde unmittelbar vor der Inbetriebnahme und mindestens zehn befänden sich, vor allen in Südbayern in der Umsetzungsphase.  Aber selbst im Norddeutschen Tiefland hätten zwei Stadtwerke (Emden, Munster-Bispingen) angekündigt, mit neuen petrothermischen Verfahren geothermische Energie in mehr als 4000 m Tiefe zu erschließen. "Ich halte es daher nur für folgerichtig," so Gaßner, "dass nun auch der Frankfurter Flughafen angekündigt hat, eigenen Strom aus der Erde zu beziehen."

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GeoTHERM 2010 vernetzt sich weltweit ENERGÍA GEOTÉRMICA - EL ORO NEGRO PARA CADA QUIÉN