Das Qualitätspaket des BWP e.V. wird umgesetzt
Das Qualitätspaket des BWP e.V. wird umgesetzt
Dass die Erdwärme in die Kategorie der erneuerbaren Energien gehört, wissen inzwischen die meisten. Kaum aber jemandem ist bekannt, dass aktuell bereits eine viertel Million dieser sauberen Energiegewinnungsanlagen in Deutschland in Betrieb sind.
Obwohl eher geringe Gefahrenquellen bei dieser Art und Weise der Nutzung der Erdwärme auftreten, sorgt sich der Bundesverband Wärmepumpe schon seit längerem über die denkbaren Risiken beim Bohren selbst und hinsichtlich des Ausbildungsstandes der Bediener. Im Ergebnis verabschiedete der Verein ein so genanntes Qualitätspaket, dass neben der Versicherungsmöglichkeit auch Kontrollmechanismen umfasst. Wer den Energiemarkt beobachtet und sich die Mühe macht beispielsweise die Kostenentwicklung auf Gaspreisevergleich.org auszuwerten, wird rasch feststellen, dass eine kontinuierliche Fortsetzung der Verwendung von Erdwärme auf lange Sicht unentbehrlich ist. Denn die Kosten für fossile Brennstoffe werden in den nächsten Jahren mit höchster Wahrscheinlichkeit weiter steigen.
Damit auch die besten Voraussetzungen in Sachen Sicherheit und Schutz geschaffen werden umfasst das Paket des BWP e.V. die folgenden wesentlichen Eckpunkte.
Die Bohrunternehmen müssen angemessen Haftpflichtversichert sein. Die vorgeschlagene Mindestsumme beläuft sich auf 5 Millionen Euro. Sollten mehr als 5 Anlagen bohren, empfiehlt der BWP zehn Millionen Euro.
Neben diesen Versicherungsvorgaben drängt man zudem auf die Einhaltungen der Vorgaben des Verbandes Deutscher Ingenieure (VDI). Diese beinhalten unter anderem die Zertifizierung der Bohrfirmen.
Zudem sollen nicht nur die eigenen Mitglieder des BWP intensiver geschult, sondern auch im Rahmen so genannter Audits (unabhängiger und externer Qualitätskontrollen) überwacht werden.
Die Versicherungsmöglichkeit wird im Einvernehmen mit dem BWP von der Waldenburger Versicherung angeboten. Das System soll im Besonderen bei nicht zweifelsfreier Ursachenermittlung greifen, denn oftmals lässt es sich nur schwer nachvollziehen, ob das Material, der Mensch oder dir geologische Gegebenheit für einen Schadenseintritt an der Bohrstelle kausal war. Das vorrangige Ziel lautet jedoch: »Schadenverhinderung und Schadenbegrenzung vor Regulierung! « Der Bundesverband Wärmepumpe e.V. steht allen interessierten Unternehmen mit hilfreichen Informationen zu Seite.






