Atom-Ausstieg-erneuerbare Energien weiter Fördern
Rechenzentrum in Island mit Öko-Strom in Betrieb
Erstmalig Rechenzentrum in Island mit Öko-Strom in Betrieb
Die Entwicklung auf dem Strommarkt schreitet voran. Die Regierung in Deutschland möchte im Zusammenhang mit dem Atom-Ausstieg auch den Bereich der erneuerbaren Energien weiter fördern und stärken. Umweltfreundlicher sog. sauberer Strom soll stärker ins Zentrum rücken. Für den Endverbraucher bringt dies einige Änderungen mit sich. Ein Stromvergleich wird immer wichtiger, damit man den Kostenüberblick behält. Auch Unternehmen setzen verstärkt auf erneuerbare Energie – in Form von Hackschnitzelheizungen, Biogas-Anlagen, Photovoltaik oder so wie in Reykjavik – auf Erdwärme und Wasserkraft. Der britische Hostinganbieter Verne Global errichtet dort nämlich ein Rechenzentrum, welches ausschließlich auf erneuerbare Energiequellen setzt. Lässt seinen Betrieb über eine Anlage laufen, die per Erdwärme und Wasserkraft versorgt wird. Ein Unikum in der Geschäftswelt. Denn bislang gibt es weltweit noch kein Rechenzentrum, welches kein Kohlendioxid ausstößt.
Ende Oktober wird es soweit sein. Die 37 Fertigkomponenten, die der IT- und Telekommunikationsdienstleister Colt aktuell in Großbritannien fertigt, sind aus Glas und Stahl. In ein paar Tagen beginnt man auf Island damit, diese zusammen zu bauen und zu montieren, damit die umweltfreundliche Stromversorgung starten kann. Der Server des Rechenzentrums muss nämlich in klimatisierte Boxen, damit er entsprechend versorgt und gekühlt werden kann. Dies erfolgt über die in der Box enthaltenen Stromanschlüsse. Integriert ist aber auch eine Überwachung des Systems. Denn das soll natürlich stabil laufen und keine Ausfallerscheinungen zeigen. Abschließend muss der Server eingebaut und das Glasfaserkabel verlegt werden. Spätestens im Frühsommer des kommenden Jahres soll die Anlage auf Erdwärmebasis an den Start gehen. Für diese Form der Stromgewinnung hat man sich entschieden, da das Gebiet – eine ehemalige NATO-Basis – als Geothermalgebiet bezeichnet werden kann. Im Umfeld gibt es auch bereits ein Kraftwerk, welches Fernwärme erzeugt, womit beispielsweise ein Thermalfreibad versorgt wird. Ergänzend zur Energie aus dem Boden setzt man noch auf Wasserkraft.
Weltweit interessiert beobachtet wird das Island-Projekt wohl auch deshalb, da ein Rechenzentrum sehr viel Energie benötigt. Nimmt man den Internetriesen Google, so brauchen dessen Rechenzentren beispielsweise rund 2,26 Terawattstunden elektrische Energie allein für den Betrieb. Sehr wichtig ist dabei selbstverständlich die Kühlung der Rechner- bzw. Serveranlage. Daher werden wohl im Zusammenhang mit diesem Projekt auch die Ideen weiter forciert werden, wie man speziell im Bereich der Serverkühlung Möglichkeiten finden kann, Strom einzusparen. Denn dieser Bereich ist letztlich der größte Stromfresser. Möglich könnte es z.B. sein, die großen Rechenzentren in den kühlen Nordregionen der Erde zu bauen und zu errichten – Beispielsweise in Island, Finnland oder Kanada. Dort gibt es letztlich auch Ressourcen zur umweltfreundlichen Stromgewinnung.






