Stellungsnahme Geopower Basel AG zu Erschütterung
Stellungsnahme der Geopower Basel AG
Pilotprojekt Geothermiekraftwerk Basel:
Aufarbeitung der Gründe für die ausgelösten Erschütterungen
Die Erschütterung vom Freitag, 8. Dezember 2006 um 17.48 Uhr im Zusammenhang mit dem Geothermieprojekt Deep Heat Mining in Basel
war stärker als erwartet. Die Injektion von Wasser wurde gestoppt.
Die Gründe für die starke Erschütterung werden im Detail untersucht.
Die Verantwortlichen der Geopower Basel AG drückten am Samstag an einer
Medienkonferenz in Pratteln ihr Bedauern darüber aus, dass die Erschütterung
mit der Magnitude 3,4 grosse Teile der Bevölkerung in Basel
und Umgebung in Angst und Schrecken versetzt hatte. Wassereinpressungen
in das Bohrloch in Basel-Kleinhüningen hatten diese Erschütterung ausgelöst.
Die Geopower Basel AG hatte aufgrund der Beurteilungen durch verschiedene
Experten annehmen dürfen, dass allfällige Erschütterungen eine geringere
Magnitude aufweisen und kaum wahrnehmbar sein würden. Dies bestätigte
an der Medienkonferenz Nicolas Deichmann vom Schweizerischen
Erdbebendienst, wies aber darauf hin, dass Magnituden im Bereich über 3
auf der Richterskala nie ganz ausgeschlossen werden können.
Die Geopower Basel AG hatte bereits bei der Planung des Projekts hohe
Sorgfalt verwendet, auch auf die Beantwortung von Sicherheitsfragen. Damit
verbunden war eine magnituden-abhängige Massnahmen- und Alarmierungsplanung
nach allfälligen seismischen Ereignissen.
Aufgrund der bereits in der Nacht auf den 8. Dezember von vielen Personen
wahrgenommenen Erschütterungen hatte die Geopower Basel im Laufe des
Freitags die Einpressung von Wasser ins Bohrloch eingestellt. Trotzdem erfolgte
um 17.48 Uhr der Erdstoss von Magnitude 3,4. Nach weiteren Massnahmen
der Projektleitung baute sich bis am Samstag der Druck im Bohrloch
auf einen Drittel des Ausgangsdrucks ab. Wahrnehmbare Erdstösse
sind nun keine mehr zu erwarten.
Die Geopower Basel AG gab an der Medienkonferenz bekannt, dass die
Entwicklungen der letzten Tage in den kommenden Wochen unter Zuzug
von internationalen Experten im Detail analysiert werde. Die Schlussfolgerungen
werden in einem Bericht den baselstädtischen Behörden vorgelegt.
Diese entscheiden über die weitere Zukunft des Projekts Deep Heat Mining
und allfällige Auflagen bei einer Fortsetzung.
An der Medienkonferenz gab Rolf Meyer, Einsatzleiter der Kantonalen Krisenorganisation,
bekannt, dass bei den baselstädtischen Rettungsdiensten
über 1000 Anrufe eingingen. Personenschäden waren keine zu verzeichnen,
hingegen rund zehn Fälle von Sachschäden.
Die Geopower Basl AG hat unter der Telefonnummer 061 275 97 50 ein Call
Center eingerichtet, das ab Sonntag in Betrieb ist und Fragen aus der Bevölkerung
im Zusammenhang mit dem Geothermieprojekt und den Erschütterungen
entgegennimmt.
Alle Ereignisse, welche der Schweizerische Erdbebendienst registriert, werden auf
einer speziellen Internetseite (www.seismo.ethz.ch/basel/) publiziert und können
dort eingesehen werden.
Quelle: Geopower Basel AG, Kommunikation 9. Dezember 2006
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Weitere Medungen zum Erdstoss
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