Starker Erdstoss in der Region Basel registriert
Starker Erdstoss in der Region Basel registriert
Starker Erdstoss in der Region Basel registriert
Kurz vor 18 Uhr wurde in der Region ein starker Erdstoss verbunden mit einem
Knallgeräusch registriert. Vorher und nachher wurden weitere Erdstösse gemessen, die aber nur teilweise spürbar waren. Verursacht wurde dies durch das Einpressen von Wasser in tiefere Gesteinsschichten im Rahmen des Geothermieprojektes Deep Heat Mining. Personenschäden wurden bisher nicht gemeldet, hingegen vereinzelte Sachschäden. Die Kantonale Krisenorganisation wurde einberufen. Weitere Erdstösse können nicht ausgeschlossen werden, die Tendenz sollte aber abnehmend sein.
Im Rahmen des Geothermieprojektes Deep Heat Mining wird Wasser in tiefere
Gesteinsschichten gepresst. Die Verantwortlichen rechneten damit, dass dies von kleineren Erdstössen und lauten Geräuschen begleitet sein wird, wurden jedoch heute von der Intensität überrascht.
Bereits seit Freitag-Morgen wurde aufgrund der spürbaren Erschütterungen kein Wasser
mehr eingepresst. Trotzdem wurde um 17.50 Uhr ein Erdstoss mit einer Magnitude von 3,4 registriert. Dieser wurde von der Bevölkerung der Region stark wahrgenommen, was zu mehreren hundert Anrufen auf den Einsatzzentralen der Rettungsdienste führte.
Sofort wurde die Kantonale Krisenorganisation einberufen. Dieser beurteilte die Lage und leitete die notwendigen Massnahmen ein unter Beizug von Vertretern der Geopower und geologischen Experten. Als erste Sofortmassnahme wurde die Bevölkerung via Radio informiert. Ausserdem wurde als Reaktion auf den unerwartet starken Erdstoss von Seiten der Geopower damit begonnen, den Druck in der Tiefe abzubauen. Während dieser Phase
waren weitere Erdstösse mit geringerer Intensität spürbar.
Es wird seitens der Fachleute davon ausgegangen, dass mit fortschreitendem Abbau des
Drucks Intensität und Häufigkeit der Erdstösse markant nachlassen. Es kann aber nicht
ausgeschlossen werden, dass nochmals deutlich spürbare Erdstösse vorkommen.
Die Geopower und ihre Partner bedauern, dass durch unerwartet starke Nebenwirkungen
ihres Projektes die Bevölkerung in der Region verängstigt wurde. Sie entschuldigt sich in
aller Form dafür. Das Einpressen des Wassers wird bis auf weiteres eingestellt. Es werden
umgehend alle wissenschafltich notwendigen Abklärungen vorgenommen. Die
Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat eine Untersuchung eingeleitet.
Der Bevölkerung wird seitens der Kantonalen Krisenorganisation empfohlen, sich via Radio zu informieren. Es wird gebeten, von Anrufen bei den Einsatzzentralen abzusehen.
Verwiesen wird schliesslich auf die allgemeinen Empfehlungen im Falle von Erdstössen: Im Freien Schutz fern von Gebäuden u. ä. suchen; in Gebäuden keinen Lift benutzen, schwere Bilder über dem Bett abhängen und unter einem Tisch oder Türrahmen Schutz suchen.
Kantonale Krisenorganisation Basel-Stadt
Medienmitteilung (gemeinsam mit Geopower Basel AG) 9. Dezember 2006
Die Kantonale Krisenorganisation bleibt bis auf weiteres in erhöhter Alarmbereitschaft.
Informationen:
André Auderset, stv. Informationsbeauftragter SiD, Tel. 079 416 36 05
René Kindhauser, Medienverantwortlicher Geopower, Tel. 079 302 67 23
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