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Geothermieprojekt Basel: Änderung im Projektablauf

Geothermieprojekt Basel: Änderung im Projektablauf

Pilotprojekt Geothermiekraftwerk Basel:

Verwaltungsrat beschliesst Änderung im Projektablauf

Der Verwaltungsrat der Geopower Basel AG, der Trägerin des Geothermie-Pilotprojekts in Basel, hat an seiner Sitzung vom 20. Dezember 2006 eine Änderung im Ablauf des Erdwärmenutzungsprojekts „Deep Heat Mining Basel“ beschlossen. In einer zusätzlichen Phase sollen nun die vorliegenden Daten analysiert und das Konzept für das weitere Vorgehen überarbeitet werden. Damit dies ohne Zeit- und Kostendruck stattfinden kann, hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Bohrturm und das Bohrteam sofort freizugeben.

Nachdem für die Stimulationsphase - aufgrund des Erdstosses vom 8. Dezember - ein Stopp verfügt wurde, stellte sich für die Geopower Basel AG auch die Frage, ob es zielführend ist, die zweite Bohrung zu starten, solange nicht klar ist, mit welchen zusätzlichen Rahmenbedingungen und Auflagen das Projekt fortgesetzt wird.

Nach gründlicher Evaluation der Sachlage hat der Verwaltungsrat der Geopower Basel AG an seiner gestrigen Sitzung entschieden, den Projektablauf zu ändern und eine zusätzliche Phase für die Analyse und die Überarbeitung des Konzepts zu initiieren. Die vorliegenden Daten aus der ersten Stimulationsphase, welche die Aufzeichnung von über 12'000 kleinsten und kleinen Erschütterungen umfasst, erfordern eine detaillierte Analyse. Während dieser Zeit würde aufgrund der bisherigen Planung der Bohrturm ungenutzt bereitstehen und Kosten verursachen. Um diese Kosten zu vermeiden, hat der Verwaltungsrat an seiner gestrigen Sitzung beschlossen, den Bohrturm und die Bohrmannschaft sofort freizugeben. Dabei ist er davon ausgegangen, dass es auch unter günstigsten Bedingungen nicht möglich sein wird, alle entscheidenden Fragen zu beantworten und die Arbeiten am Erdwärmeprojekt bis Ende Januar 2007 wieder aufzunehmen.

Die Geopower Basel AG stellt indessen nicht nur Kostenüberlegungen an. Die Mitglieder des Verwaltungsrats sind trotz den Schwierigkeiten, die mit dem Erdstoss vom 8. Dezember 2006 auftraten, nach wie vor vom grossen Energieversorgungspotenzial der Geothermie überzeugt. Deshalb erachtet es der Verwaltungsrat als wichtig, jetzt das umfangreiche Datenmaterial mit grosser Sorgfalt, detailliert und ohne Zeitdruck auszuwerten, um damit zu neuen Erkenntnissen und Klarheit zu gelangen, wie das Reservoir in der Tiefe zur Zeit aussieht und wie es weiter entwickelt werden könnte. Das ist unbedingt nötig, nachdem die im Rahmen des Projekts erfolgte Einpressung von Wasser in den Untergrund zu einem in Basel und Umgebung stark wahr­nehmbaren Erdstoss mit der Magnitude 3,4 auf der Richterskala sowie zu Ängsten in der Bevölkerung und zu Sachschäden geführt hatte.

Diese neuen Erkenntnisse werden auf verschiedenen Vorarbeiten beruhen, so namentlich auf einem umfangreichen Bericht, den die Geopower Basel AG bis zum 5. Januar 2007 zuhanden der Behörden ausarbeitet.
Ebenso fliessen Erkenntnisse ein, welche der unabhängige internationale wissenschaftliche Beirat am 18. Dezember 2006 mit Blick auf das Ereignis vom 8. Dezember 2006 und den Fragestellungen der Behörden und der Geopower Basel AG diskutiert hat.

Die Geopower Basel AG hält fest, dass es ihr derzeit in Absprache mit den Behörden möglich wäre, die ursprünglich vorgesehene zweite Tiefbohrung in Kleinhüningen zu starten. Der von den Behörden verfügte Stopp betrifft ausschliesslich Aktivitäten, durch welche Erschütterungen ausgelöst werden können, insbesondere das Einpressen von Wasser in die Tiefe zum Öffnen der bestehenden unterirdischen Risse und Klüfte. Die Geopower Basel AG sieht aber von einem Start der zweiten Bohrung im Januar 2007ab, da sie eine Bohrung nur dann als sinnvoll erachtet, wenn auch die anschliessenden weiteren Schritte definiert und möglich sind.

Der Verwaltungsrat stellte an seiner Sitzung vom 20. Dezember 2006 zudem fest, dass die Projektkosten bis und mit der neuen Phase gedeckt sind. Die noch notwendige Kapitalaufstockung kann mit Mitteln erfolgen, welche bei den Aktionären bereits bewilligt sind. Quelle: Geopower Basel AG 21. Dezember 2006

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