Warum Wärmespeicherung?
Warum Wärmespeicherung?
Warum Wärmespeicherung?
Wärmespeicher werden manchmal als "Energiequellen" bezeichnet, doch sie sind es nicht. Ganz im Gegenteil: Wärmespeicher sind Systemkomponenten, die - zwangsläufig - Wärme verlieren. Sie helfen aber Energie und Anlagen effektiver zu nutzen, und tragen damit zur Energieeinsparung bei.
Aus dem Alltag ...
Ein alltägliches Beispiel dafür ist die Brauchwassererwärmung. Erhitzt man das Wasser mit einem Durchlauferhitzer in dem Moment, in dem man es benötigt, so ist kurzzeitig eine hohe Wärmeleistung von etwa 20 kW erforderlich. Mit Hilfe eines einfachen Warmwasserspeichers lässt sich die Heizleistung auf 1-2 kW reduzieren und damit Kraftwerks- und Leitungskapazität einsparen.
Ein weiteres Beispiel ist der Einsatz von Speichern bei der Kraft-Wärme-Kopplung. Strom und Wärme werden gleichzeitig erzeugt - aber meist nicht gleichzeitig benötigt. Mit Wärmespeichern kann das Heizkraftwerk gleichmäßiger betrieben werden und sowohl Strom als auch Wärme bedarfsgerechter anbieten. Auch der Solarspeicher gleicht zeitliche Verschiebungen zwischen Energieangebot (solare Einstrahlung) und Wärmebedarf (Warmwasser und Heizung) aus.
Solarenergieangebot und Wärmebedarf für die Raumheizung und Warmwasserbereitung eines Wohngebäudes
Welche Wärmespeicher gibt es?
Wärmespeicher kann man nach verschiedenen Kriterien unterscheiden:nach Temperatur in Nieder-, Mittel- und Hochtemperaturspeicher, nach der Dauer der Wärmespeicherung in Kurz- und Langzeit-Wärmespeicher, nach dem physikalischen Prinzip in fühlbare, latente und chemische Speicher, nach dem Speichermedium z.B. in Wasserspeicher, Gesteinspeicher.
Zu den Speichern für fühlbare Wärme, in denen Wärmeenergie über eine Temperaturerhöhung des Mediums gespeichert wird, zählen die meisten der heute im Einsatz befindlichen Wärmespeicher, wobei die Speichermedien Wasser und Gestein dominieren. Speicher für latente Wärme, in denen die Schmelz- oder Verdampfungswärme eines Mediums genutzt wird, werden bei Anforderungen an eine hohe Energiedichte bzw. an eine Ein- und Ausspeicherung bei nahezu demselben Temperaturniveau eingesetzt. Chemische Energiespeicher arbeiten in der Regel auf höheren Temperaturniveaus und finden im Bereich der Wärmeversorgung von Gebäuden kaum Anwendung.
Einteilung der Wärmespeicher
Buchtipp: Wie und wo Speicher helfen werden Energie effizient einzusetzen erfahren Sie in dem BINE-Informationspaket „Wärmepeicher“ vorgestellt. Weitere Infos zu diesem Buch und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier.
Quelle Text und Fotos: BINE Informationsdienst
Physik der Wärme … lesen Sie weiter im nächsten Kapitel
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