Erdwärmeheizung Erdwärmesonden Wärmepumpe
Wärmepumpe - Erdreich als Wärmequelle
Das Erdreich speichert täglich eingestrahlte Sonnenenergie. Sie wird entweder direkt in Form von Einstrahlung oder indirekt in Form von Wärme aus Regen und Luft vom Erdreich aufgenommen.
Die im Erdreich gespeicherte Wärme wird über senkrecht verlegte Wärmetauscher, sog. Erdsonden gesammelt.
Die Sondenlöcher werden mit moderner Bohrtechnik bis maximal 100 m tief ins Erreich gebohrt.
Bei Bedarf kann die Sondenlänge auf mehrere Bohrungen aufgeteilt werden.
Danach werden die Sonden aus PE-Rohr eingesetzt und verpresst.
Die Wärmepumpe
Das Herzstück ist die Wärmepumpenanlage. Sie arbeitet nach dem umgekehrten Kühlschrankprinzip. Kostenlose Erdenergie wird an das Heizsystem abgegeben.
Dabei werden Vorlauftemperaturen von über 50° C, unabhängig von der Außentemperatur, erreicht. Mit einer Wärmepumpe kann Ihr gesamtes Haus einschliesslich Warmwasseraufbereitung beheizt werden.
Mit einer Wärmepumpe kann grundsätzlich eine Fußboden- oder eine Heizkörperheizung bedient werden.
In der Schweiz, den USA und Japan werden bereits bis zu 40% der neuen Heizungsanlagen mit dem Prinzip der Wärmepumpe mit Erdwärme eingebaut. Die Wärmepumpe ist kompakt wie eine Waschmaschine. Sie macht den Gashausanschluss, Öltank und den Schornstein überflüssig.
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Funktionsprinzip einer Wärmepumpe
Was ist eine Wärmepumpe?
Die Wärmepumpe wandelt Wärme niedriger Temperatur, in Wärme hoher Temperatur um.
Sie entzieht der Umgebung (Erdreich) gespeicherte Erdwärme und gibt diese plus der Antriebsenergie in Form von Wärme an den Heiz- und Warmwasserkreislauf ab. Wärme kann nicht von selbst von einem kälteren auf einen wärmeren Körper übergehen. Sie fliesst immer von einem Körper hoher Temperatur zu einem mit niedriger Temperatur (Zweiter Hauptsatz der Wärmelehre). Daher muss die Wärmepumpe die aufgenommene Wärmeenergie aus der Umgebung unter Einsatz von hochwertiger Energie - z.B. Strom ( 1/3) für den Antriebsmotor auf ein zum Heizen und Warmwasser notwendiges Temperaturniveau bringen. Somit kann dem Boden 3/4 der benötigten Energie kostenlos entzogen werden.
Eigentlich arbeitet die Wärmepumpe wie ein Kühlschrank mit gleicher Technik, aber mit umgekehrtem Nutzen. Sie entzieht einer kalten Umgebung Wärme, die zum Heizen und Warmwasserbereiten genutzt werden kann.
Nutzung von Erdwärme
Vier Funktionseinheiten wirken zusammen, um die aus der Umwelt entnommene Wärme nutzbar zu machen: Verdampfer, Verflüssiger, Expansionsventil und Verdichter.
Heizungswärmepumpen übertragen die in einem Verdampfer gewonnene Wärme aus der Umwelt auf ein Kältemittel. Dieses wird mit einem Verdichter auf einen höheren Druck gebracht. Durch die Verdichtung steigt die Temperatur des Kältemittels. In einem Wärmetauscher wird die Wärme auf das Heizsystem übertragen. Im Expansionsventil wird das Arbeitsmedium entspannt, kühlt sich dadurch ab und kann dann erneut Umweltwärme aufnehmen.Der Kreislauf beginnt von vorn.
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