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Tiber-Ölfeld

Tiber - Ölfeld

Das Tiber-Ölfeld ist ein unterseeisches Offshore-Ölfeld im Golf von Mexico. Entdeckt von BP im September 2009 und von der Presse als „gigantischer“ Fund beschrieben, sollen in ihm 4 bis 6 Milliarden Barrel Erdöl lagern (zum Vergleich: Ein Fund gilt ab 250 Millionen Barrel Kapazität als „riesig“).

Um das Feld für die Ölförderung erschließen zu können, musste erst ein 10.685 m tiefes Bohrloch in einer Meerestiefe von 1.260 m angelegt werden, was gleichzeitig die weltweit tiefste Bohrung ihrer Art war.

Das Tiber-Ölfeld liegt im unterseeischen Keathley Canyon, etwa 400 km südöstlich von Houston, Texas und 480 km südwestlich von New Orleans.
Die ölführenden Schichten stammen hier aus dem Paläogen, sind also zwischen 23 und 65 Millionen Jahre alt. Tiber ist erst das 18. in Erschließung befindliche Feld aus dieser Zeit, und Bohrungen in diese Formationen gehören heute zu den technisch anspruchsvollsten. Viele dieser tiefen Öllagerstätten im Golf von Mexico sind außerdem unter kilometerdicken Salzablagerungen begraben, was zu weiteren Problemen bei Bohrungen führen kann. BP hat hier aber bereits spezielle Techniken entwickelt, die diese Schwierigkeiten umgehen.

Öl aus dem Tiber-Feld ist leicht, das heißt, es besitzt eine geringe Viskosität und ist bei Raumtemperatur nicht zäh, sondern flüssig. Leichtes Öl ist teurer als schweres, da sein Wirkungsgrad bei der Umwandlung in Benzin oder Diesel in den Raffinerien deutlich höher ist.
Erste Schätzungen zu den förderbaren Mengen belaufen sich auf 20 bis 30%. Nachrichtenagenturen wie etwa Bloomberg warnen jedoch vor der technisch höchst komplexen Förderung aus diesen Tiefen und vermuten, dass es 5 bis 6 Jahre dauern kann, bis die Erschließung abgeschlossen und mit der Förderung begonnen werden kann. Basierend auf ersten Erfahrungen aus dem benachbarten Kaskida-Ölfeld herrschen weiter Zweifel an den tatsächlich erreichbaren Erträgen.

BP ersteigerte das Förderlos für das Tiber-Feld am 22. Oktober 2003. Der Plan zur Erschließung wurde im Juni 2008 angemeldet.
Die Bohrungen in diesem Feld wurden ursprünglich von der von Transocean betriebenen, dynamisch positionierbaren halbtauchenden Bohrplattform Deepwater Horizon durchgeführt. Diese starteten, nach anfänglichen Verzögerungen, im März 2009. Das Feld wurde am 2. September 2009 der Presse vorgestellt. Quelle Wikipedia

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Aktuell:

  Beisspielfoto einer Bohrinsel. Erdwärme-Zeitung.de- Wie sicher sind Bohrungen im Meer?

Ölpest im Golf von Mexiko. 15.04.2010 die Katastrophe nimmt seinen Lauf, Gas dringt über die Bohrlochverrohrung aus der Lagerstätte nach oben. Es darf nur noch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet werden. 19.04.2010 Das Bohrloch soll durch die Firma Halliburton zementiert werden. Schwerer Schlam wird als Gegengewicht über den Beton ins Bohrloch gepumpt. 20.04.2010 Das Bohrloch ist angeblich dicht, die Bohrlochzementation ist "Erfolgreich". Drucktests werden durchgeführt. Die Tests verlaufen nicht zufriedenstellend. Der schwere Schlamm, welcher als Gegengewicht zum Beton dient wird jedoch Abgepumpt. Dabei dringt Gas an die Oberfläche, das Gas Explodiert mit einem 75m hohen Feuerball. Einige Arbeiter sterben sofort. Es folgt eine zweite Explosion. 21.04.2010 die "Horizon" steht in Flammen und Sinkt.

23.05.2010 Große Teile der amerikanischen Küste sind mit Öl verseucht. Das Öl sprudelt weiter unkontrolliert aus dem Bohrloch, keiner weis wie dies zu Stoppen ist, viele Versuche das Loch zu schliesen sind Fehlgeschlagen.

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News von Spiegel.de

Ölpest im Golf von Mexiko: Ingenieure bergen defektes Absperrventil

BP-Mitarbeiter haben das Sicherheitsventil geborgen, dessen Ausfall für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verantwortlich sein soll. Das 300 Tonnen schwere Bauteil wirkte zumindest äußerlich intakt - jetzt soll in einer Nasa-Einrichtung die Ursache des Unglücks geklärt werden.

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Brasilien will zur Energiegroßmacht aufsteigen - der staatliche Konzern Petrobras plant dafür zahlreiche Ölbohrungen im Atlantik. Vorher pumpt das Unternehmen Anleger an: Rund 64 Milliarden Dollar will es mit Aktienverkäufen verdienen.

Golf von Mexiko: Ölbohr-Unfall befeuert Sicherheitsdebatte

Der erneute Brand auf einer Ölbohrplattform im Golf von Mexiko ist glimpflich ausgegangen - doch er könnte die Industrie empfindlich treffen: Kritiker fordern eine Verlängerung des Bohrverbots. Auf der Plattform war es bereits zu mehreren Zwischenfällen gekommen.

Simulation: Computermodell sagt Wege von Ölteppichen voraus

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Wir zahlen Hilfe, also lasst uns weiter bohren - mit dieser Argumentation setzt BP die US-Politik unter Druck. Wenn dem Ölgiganten wie geplant weitere Tiefseebohrungen verboten werden, könne man die Kosten für die "Deepwater Horizon"-Katastrophe nicht tragen.

Golf von Mexiko: Arbeiter überleben Bohrinsel-Unglück

Erst die "Deepwater Horizon" von BP, jetzt eine Plattform westlich davon: Erneut stand im Golf von Mexiko eine Bohrinsel in Flammen. Alle 13 Arbeiter retteten sich ins Meer. Berichte über einen Ölschleier wurden von der US-Küstenwache zurückgenommen.

News zur Ölpest im Golf von Mexiko von Spiegel.de

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