Bohrarbeiten für Erdwärmesonden&Wärmepumpen
Bohrarbeiten für Erdwärmesonden. Fotos Klenner
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Ausführung der Bohrarbeiten für Erdwärmesonden
Bohrarbeiten für Erdwärme
Erdwärmesonden - Bohrung für ein Einfamilienhaus mit 100m Tiefe © Foto: Silvio Klenner
Bohrarbeiten: Das Abteufen der Erdwärmesondenbohrungen erfolgt mit entsprechender Technik meist im sogenannten Imlochhammer- Bohrverfahren mit Luftspülung ( Festgestein ) oder Direktspülverfahren mit Wasser oder Bentonitspülung ( Sedimente ). Der Bohrlochdurchmesser beträgt mindestens 152mm. Die oberen Gesteinsschichten ( Lockergestein ) werden durch eine Hilfsverrohrung vor dem zusammenbrechen geschützt. Die Bohrlochtiefen sowie die Anzahl der Bohrungen sind vom Energiebedarf und den geologischen Bedingungen am Standort abhängig. Meist werden Bohrlochtiefen bis 100m angestrebt. In einigen Gebieten Deutschlands sind durch Auflagen der Wasserbehörden auch geringere Bohrtiefen möglich. ( Wasserrecht )
Durch das Niederbringen der Bohrungen besteht die Möglichkeit, dass sich verschiedene Grundwasserstockwerke vermischen und ein stockwerksübergreifender Grundwasseraustausch ermöglicht wird. Dies kann zu qualitativen und quantitativen Veränderungen der Grundwasserhorizonte führen. Durch spezielle Verpressverfahren mit der entsprechenden Technik, wird eine saubere und sorgfältige Trennung der grundwasserführenden Schichten sowie die Hinterfüllung der Erdwärmesonden garantiert.
Verpressung von Erdwärmesonden - Bohrungen
Verpresste Erdwärmesonde
Verpresste Erdwärmesonde mit gezogenem Injektionsrohr. Die Bentonit- Zement- Sand- Wassersuspension ist hier teilweise Ausgehärtet.
Das Bohrloch bzw. der Bohrlochringraum wird vollständig mit einer Suspension von unten nach oben verpresst, um einen Zutritt von Oberflächenwasser in das Grundwasser sowie ggf. eine Verbindung unterschiedlicher wasserführender Horizonte zu verhindern. Die Verpressung der Sonden erfolgt mit einer schadstofffreien, nicht wassergefährdenden Suspension (meist Bentonit- Zement- Sand- Wasser- Suspension). Die Suspension wird im sogenannten Contractor - Verfahren von unten nach oben über einen zusätzlichen Verpressschlauch eingebracht. Der Verpressvorgang wird dabei so lange durchgeführt bis die Suspension nach oben hin austritt. Die Suspension muss nach Erhärtung dauerhaft dicht und beständig sein.
Silvio Klenner Erdwärme-Zeitung.de
Verpressen von Erdwärmesonden
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Fotos: Silvio Klenner Erdwärme-Zeitung.de
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Bildergalerie zu den Bohrarbeiten:
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12 Schritte zur Erdwärmesondenanlage
| 1. | Energiebedarf ermitteln ( Heizlast, Warmwasserbedarf, Sperrzeiten, Betriebsstunden der Wärmepumpe) |
| 2. | Untergrund bewerten, Geologie, Auslegung der Erdwärmesonden |
| 3. | Baustellenbesichtigung ( wichtig bei Heizungsumbau ) |
| 4. | Wasserrechtliche Genehmigungen beantragen, Bergrecht bei Bohrungen tiefer 100m und Bohrungen auf fremden Grundstücken beachten |
| 5. | Bohrarbeiten durchführen |
| 6. | Tiefbauarbeiten für Sondenverteileranlage |
| 7. | Sonden, Verteiler und Wärmepumpe montieren |
| 8. | Frostschutz/Wärmeträger befüllen |
| 9. | Bestandsunterlagen erstellen und an die zuständigen Behörden übermitteln |
| 10. | Inbetriebnahme der Wärmepumpe |
| 11. | Überwachung und Monitoring durchführen |
| 12. | Eventuell Optimierung der Anlage |
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