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Erdwärme-Zeitung.de | 18. November 2017

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Erdwärme & Wärmepumpen in Italien, Österreich und Deutschland – Über Grenzen schauen

Erdwärme & Wärmepumpen in Italien, Österreich und Deutschland – Über Grenzen schauen

Südtiroler Seminar zum Thema „Wärmepumpen und Geothermie“ im Technik und Innovationspark Bozen am 11. April 2014 – Einig waren sich alle Teilnehmer darin, dass eine Senkung der Stromgebühren für die Wärmepumpenbetreiber notwendig ist.

Der Bereich Energie & Umwelt im TiS innovation park Bozen hatte für den 11. April zu einem Seminar zum Thema Wärmepumpen und Geothermie eingeladen.

85 Teilnehmer folgten der Einladung um sich über die wichtigsten Neuerungen und die Entwicklung auf dem Gebiet der Erdwärme zu informieren. Wie aus dem am Berichtsende angefügten Programm zu ersehen ist hat der Veranstalter hierzu Referenten aus Italien, Österreich und Deutschland eingeladen. Die Vorträge wurden in italienischer und deutscher Sprache simultan übersetzt. Aus den Präsentationen wurde deutlich, dass sich die Wärmepumpe im Markt der Wärmeerzeuger europaweit natürlich mit unterschiedlichen Nuancen deutlich etabliert hat.

Was die Genehmigungsverfahren für den Einsatz von Erdwärmesonden betrifft, so habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Hürden dafür in Deutschland weitaus höher sind als bei unseren europäischen Nachbarn. Wärmepumpenanlagen werden in Italien auch wesentlich stärker gefördert als in Deutschland, wo im Fördermittel nur für Bestandsanlagen eingesetzt werden. Die Nutzung von Zertifikaten für die Energieeffizienz oder die Einführung von steuerlich interessanten Abschreibungsmodellen wären auch bei uns nachahmungswert. Einig waren sich alle Teilnehmer darin, dass eine Senkung der Stromgebühren für die Wärmepumpenbetreiber notwendig ist. So läuft derzeit ein Test für einen Stromtarif D1 mit pauschaler Steuer für Wärmepumpennutzer für Anlagen zum Heizen und Kühlen unabhängig von der Höhe des Stromverbrauches.

Große Übereinstimmung gab es ebenfalls in der richtigen Planung und Errichtung von Wärmepumpenanlagen um eine möglichst hohe Effizienz der Anlagen zu garantieren und einen wertvollen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen zu erbringen. Es wurde ausführlich dargelegt welche Fehler häufig bei der Planung und Installation der Anlagen gemacht werden und wie sie vermieden werden können. In einem Beitrag wurde deutlich, dass die in Deutschland vielfach angewandte 50 W je Bohrmeter-Regel oft nicht zutrifft und es besser ist die Anlagen mit den bekannten Simulationsverfahren wie z.B EED ( Earth Energy Designer) auszulegen.

Im Ergebnis des auf hohem Niveau durchgeführtem Seminars ist zu konstatieren, dass die Zeichen für die weitere Forcierung des Wärmepumpenmarktes sehr positiv stehen, es viele Parallelen in den europäischen Ländern gibt und es von großem Vorteil ist über die eigenen Grenzen hinaus zu schauen und die guten Erfahrungen aus anderen Ländern genutzt werden können. Die einzelnen Fachbeiträge können unter:
https://tis.bz.it/de/bereiche/energie-umwelt/downloads#Sem_Wpmp einsehen werden. Ein Bericht von Hans-Jürgen Seifert 2014

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