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Erdwärme-Zeitung.de | 18. November 2017

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Das Ende vom Ölzeitalter- Bundeswehr-Studie warnt!

Das Ende vom Ölzeitalter- Bundeswehr-Studie warnt!
Bundeswehr-Studie warnt vor Ölknappheit!

Bundeswehr Studie warnt vor Ölknappheit! Peak Oil – Wahrheiten, Zusammenhänge und Folgen von Silvio Klenner Erdwärme-Zeitung.de

„Die Ölreserven werden immer knapper – auf 6 verbrauchte Barrel Öl kommt heute nur noch ein neu entdecktes“ -„Reportage Arte“ Das Öl-Zeitalter

Das rasante Wirtschaftswachstum der letzten hundert Jahre basiert auf der Fähigkeit des Menschen, Erdöl, welches in ca. 500 Millionen Jahren entstanden ist, zu verbrauchen. Öl für Petroleumlampen, das war der Anfang. Die Motorisierung der Industriestaaten erhöhte den Bedarf, der Erste Weltkrieg machte Öl unersetzbar. Im Zweiten Weltkrieg sind Lagerstätten und deren Eroberungen von strategischer Bedeutung für die Kriegsführung. Die Jagd nach billigem Öl wurde zu einem globalen Wettlauf. Schwarzes Gold ist der wichtigste politische und strategische Faktor des 20. und 21. Jahrhunderts.

Die Meinungen gehen auseinander. Für Viele ist das globale Fördermaximum von Öl (Peak Oil ) längst erreicht. Andere vertreten die abiogene Theorie und sind der Meinung, dass Erdöl ständig neu gebildet wird. Wenn man einer Bundeswehr-Studie, welche Erdwärme-Zeitung.de vorliegt und auch in verschiedenen Blogs kursiert, glaubt, ist der Peak Oil im Jahr 2010 erreicht. Die Echtheit der Bundeswehr-Studie wurde gegenüber „Spiegel-Online“ aus Regierungskreisen bestätigt. Wie sehr sich die Regierung mit dem Thema Peak Oil und somit dem Ende des Ölzeitalters beschäftigt, zeigt die nicht in dieser Form für die Öffentlichkeit freigegebene Studie des Dezernats Zukunftsanalyse der Bundeswehr.

Das globale Fördermaximum von billigem Erdöl ist erreicht. Einschränkungen im Individual- und Güterverkehr, Nahrungsmittelknappheit, Zusammenbruch von Wirtschaftsstrukturen und Finanzsystemen, Rezession, Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Inflation, Staatsbankrotte und Hungersnöte können die Folgen sein.

„Ein hohes systemisches Risiko ist in Anbetracht des Globalisierungsgrades Deutschlands also auf jeden Fall und unabhängig von der eigenen Energiepolitik gegeben“ lautet eine Kernaussage der Studie.

Die Studie beschreibt weiter, dass Ressourcenkonflikte bisher regional begrenzt waren. „Für Erdöl (aber auch andere Rohstoffe) wird das in Zukunft nicht mehr gelten: Erstens stellt ein globaler Mangel an Erdöl ein systemisches Risiko dar, denn durch seine vielseitige Verwendbarkeit als Energieträger und als chemischer Grundstoff wird so gut wie jedes gesellschaftliche Subsystem von einer Knappheit betroffen sein. Ein zukünftig verstärktes internationales Interesse ergibt sich zweitens aus der Tatsache, dass gleichzeitig mit der Verknappung eine dauerhafte geografische Konzentration der Erdöllagerstätten und der Transportinfrastrukturen stattfindet und damit auch eine geopolitische Machtverschiebung.“

Wegen teils intransparenter Datenerhebung und politisch motivierter Falschangeben müssen die Angaben zu den OPEC Ölreserven angezweifelt werden. Die Ölreserven befinden sich auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten. Seit 1964 wird jedes Jahr weniger Öl gefunden, erklärt der Geologe Campbell in einen Fernsehinterview. Mit dem Hintergrund, dass ca. 95% aller industriell gefertigten Produkte von der Verfügbarkeit von Erdöl abhängen, birgt diese Aussage Einiges an Brisanz. „Erdöl ist nicht nur der Ausgangsstoff für die Produktion von Treib- und Schmierstoffen, sondern in Form von Rohbenzin auch für alle organischen Polymere (Kunststoffe). Es ist damit der wichtigste Rohstoff bei der Herstellung von so unterschiedlichen Produkten wie Pharmazeutika, Farbstoffen oder Textilien. Als Ausgangsstoff für verschiedene Treibstoffarten ist Erdöl eine Grundvoraussetzung für den Transport großer Warenmengen über lange Strecken. Containerschiffe, Lastkraftwagen und Flugzeuge bilden neben der Informationstechnologie das Rückgrat der Globalisierung.“

Keiner weiß genau, ob uns noch genügend Zeit für die Entwicklung hin zu einer nicht fossilen Gesellschaft bleibt. Fakt ist, dass wir das Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte billigem und leicht zugänglichem Öl verdanken. Da dieses immer knapper wird, kann es weltweit zu großen Problemen kommen. „Die Gefahr des Peak Oil liegt nicht darin, dass es kein Öl mehr gibt, sondern dass es kein billiges Öl mehr gibt.“ Es wird in Zukunft schwerer werden, billiges Öl zu beschaffen. Die drei wichtigsten Öllieferländer Deutschlands sind Russland, Norwegen und Großbritannien. Diese haben Ihren nationalen Peak Oil längst überschritten.

Mehrere Konfliktebenen hält die Bundeswehrstudie für wahrscheinlich: „Förderländer stehen Nachfragern gegenüber, marktwirtschaftliche Systeme konkurrieren wieder mit Planwirtschaften, Entwicklungsländer werden direkt abhängig von den Industrieländern und Ölkonzerne bekommen einen hohen Einfluss auf die internationale Politik.“ Das ist noch nicht alles! Folgendes Zitat beschreibt wo die Reise hingeht:



„Der Anteil des auf dem globalen, frei zugänglichen Ölmarkt gehandelten Erdöls wird zugunsten des über binationale Kontrakte gehandelten Öls abnehmen. Wirtschaftskraft, militärische Stärke oder der Besitz von Nuklearwaffen werden zu einem vorrangigen Instrument der Machtprojektion und zu einem bestimmenden Faktor neuer Abhängigkeitsverhältnisse in den internationalen Beziehungen.“



Kaum zu glauben, aber die Folgen für die Nicht-Förderländer wie Deutschland werden verheerend sein. Marktwirtschaftliche Gesetze werden außer Kraft gesetzt. Politische und ökonomische Krisen sind die Folge. Förderländer werden Öl z.B. gegen nicht freizugängliche Waren wie Waffen oder Nuklearmaterial tauschen. Nicht-Förderländer werden erpressbar. Die Außenpolitik wird zunehmend von der Energiesicherung beeinflusst. Die Rollen von Staaten und privaten Akteuren verschieben sich.

Die Zeit läuft davon, es ist kurz vor Zwölf. Eine Alternative zu erneuerbaren Energien sehe ich nicht. Erdgas, Kohle, Steinkohle und Atomkraft können den Peak Oil als Brückentechnologie nur abfedern. Wind, Sonne, Wasser, Geothermie (Erdwärme) und Biomasse sind die Energiequellen der Zukunft. 

05.09.2010 Silvio Klenner Erdwärme-Zeitung.de

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