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Sparen beim Hausbau

Sparen beim Hausbau

© ddp

Anleitung zum Sparen
18.05.2005
Der Traum von einem eigenen Haus ist auch für Menschen mit mittlerem Einkommen durchaus realistisch. Und das trotz der seit Anfang 2004 deutlich gedrosselten staatlichen Neubauförderung. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die TNS Infratest im Auftrag der Landesbausparkassen anstellte. Entscheidend für den Erfolg ist danach konsequenter Druck auf die Baukosten.

Laut TNS geben deutsche Bauherren durchschnittlich 225 000 Euro für ihre Immobilie aus. Für die meisten ist es die größte Investition ihres Lebens. Aber kein unerfüllbarer Traum. Wer mehrere Sparansätze beim Bauen clever kombiniert, hält das Risiko in überschaubaren Grenzen.

Ganz oben auf der Liste der Einsparmöglichkeiten stehen Eigenleistungen. Im Schnitt sind damit Ersparnisse von 30 000 Euro drin. Das entspricht etwa 15 Prozent der durchschnittlichen Neubaukosten. Je nachdem, was sich der Bauherr zutraut, kommt von Arbeiten wie Abriss, Entsorgen und Graben bei der Erschließung bis hin zum Malern oder Fliesenlegen beim Innenausbau vieles dafür in Frage. Den völligen Alleingang, das so genannte Selbstbauhaus, sollte allerdings niemand riskieren, der nicht eine gewisse Professionalität besitzt. Nur fünf Prozent aller Eigenheime können für sich in Anspruch nehmen, ein kompletter Eigenbau zu sein.

Das Sparen fängt am besten beim Planen an. Wer nüchtern überlegt, welcher Luxus ohne Einbußen an Komfort verzichtbar wäre, findet ein ganze Reihe von Ansätzen. Die erste Frage lautet: Wie viel Platz brauche ich eigentlich? Bei hohen Bodenpreisen bietet es sich an, ein kleines Grundstück zu suchen. Bei billigem Land kann man großzügiger sein. Auch die Lage des Bauplatzes hat Einfluss auf den Preis. Zentrale Lagen sind deutlich teurer als Randlagen innerhalb einer Gemeinde. Mitunter wird schwieriges Baugelände günstig angeboten. Aber Vorsicht: Rutschige Hanglagen, felsiger Boden oder ein hoher Grundwasserspiegel können später schwer kalkulierbare Mehrkosten verursachen.

Die Größe des Hauses selbst hat entscheidenden Einfluss auf den Baupreis. Wer keinen Abstrich bei der Wohnfläche machen will, kann versuchen, über den Grundriss zu sparen. Ein einfache Variante ist ein effizienter Kostenkiller. Allein schon, weil damit auch eine komplizierte Dachkonstruktion entfällt und die Arbeiten zügiger vorangehen. Rund ein Viertel aller Eigenheimbauer entscheidet sich für einen unspektakulären Schnitt ihrer "vier Wände". Die Alternative kann ein Reihenhaus sein.

Die Unterkellerung eines Gebäudes reißt große Löcher in den Geldbeutel. Wer sich einen Werkstatt, Fitness- oder Hauswirtschaftsraum wünscht, ist mitunter auch mit einem Nebenraum oder Schuppen gut bedient. Überlegenswert ist zudem der Verzicht auf eine Garage. Ein Carport ist deutlich billiger.

Auch bei Baumaterialien lässt sich sparen. Die Preise für Ziegel, Putz, Dämmstoffe, Balken und Bodenbeläge klaffen weit auseinander. Solide, alltagstauglich und schön sind aber keineswegs nur Angebote im oberen Preissegment.

(ddp)

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