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Gerätetechnik

Gerätetechnik Passivhaus

Ein Passivhaus verfügt nicht über eine konventionelle Heizanlage. Es gibt zwar zumeist eine Heizquelle, die Wärmeverteilung erfolgt jedoch über die Lüftungsanlage. Heizkörper und sonstige Heizflächen sind nicht notwendig.

Kontrollierte Wohnraumlüftung

Um den aus hygienischen Gründen notwendigen Luftwechsel herzustellen und um dabei möglichst wenig Energie zu verlieren, wird eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. Die warme Abluft (aus Küche, Bad und WC) wird über einen Wärmeübertrager geleitet, wo die kalte Außenluft vorgewärmt wird und als Zuluft in das Haus (Wohn- und Schlafzimmer) gelangt. Die Außenluft wird vor Erreichen des Wärmeübertragers in einigen Gebäuden noch durch einen Erdwärmeübertrager geführt. Das ist ein 30 bis 40 Meter langes in der Erde vergrabenes Rohr. Die Lüftungsanlage muss so ausgelegt sein, dass keine Zugluft wahrnehmbar ist. Eine Lüftungsanlage ist in einem Passivhaus zwingend erforderlich, da durch Fensterlüftung niemals die gewünschte Heizenergieeinsparung erreicht werden könnte. Die in Passivhäusern eingesetzten Lüftungsgeräte sind leise, hocheffizient (75 bis 95% Wärmerückgewinnung) und verbrauchen nur sehr wenig Lüfterstrom.

Wärmepumpe

Die verbleibende geringe Heizenergie kann mit einer Kleinstwärmepumpe erzeugt werden. Es gibt Kompaktaggregate, das sind mit der Lüftungsanlage kombinierte Wärmepumpen. Sie entziehen der Fortluft nochmals ihre Energie und bringen sie mit elektrischem Strom auf ein höheres Temperaturniveau. Damit wird dann die Zuluft entsprechend erwärmt. Diese Wärmepumpen können auch Warmwasser bereiten. Wichtig ist eine ausreichende Dimensionierung der Wärmepumpe, da sonst zu häufig die energetisch ungünstigere elektrische Zusatzheizung in Betrieb ist. Eine Wärmepumpe findet man in vielen Passivhäusern, sie ist allerdings keine Voraussetzung. Ebenfalls beliebt sind Pelletheizungen, aber am häufigsten werden noch immer konventionelle Wärmeerzeuger mit Gas oder Öl oder auch Fernwärme verwendet. Für diese Energieträger werden ebenfalls Kompaktaggregate entwickelt. Kompaktaggregate haben den Vorteil, dass bei ihnen die gesamte Technik für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung in einem Gerät mit minimaler Stellfläche vereint ist.

Quelle: aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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